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Festplatten und Dateisysteme

  • Frage 1: Ich habe eine neue Festplatte eingebaut, aber sie wird auf der Workbench nicht angezeigt. Was muß ich machen ?
  • Frage 2: Ich habe eine neue Festplatte eingebaut und HDToolbox gestartet. Dort wird keine Festplatte angezeigt. Was muß ich machen ?
  • Frage 3: Ich habe eine zweite Festplatte als Slave eingebaut. Ich kann sie auch partitionieren, aber nach dem Reset werden die Partitionen nicht angemeldet.
  • Frage 4: Ich möchte in meinem Amiga 600 eine Festplatte einbauen. Kann ich da jede Festplatte nehmen ? Ich habe von meinem alten Laptop noch eine. Was brauche ich sonst noch dazu ?
  • Frage 5: Was ist eine Partition ?
  • Frage 6: Was ist ein Rigid Disk Block (RDB / RDSK) ?
  • Frage 7: Wie kann ich die Partitionstabelle anlegen/ändern ?
  • Frage 8: Wie groß darf eine Festplatte am Amiga sein ?
  • Frage 9: Wie kann ich prüfen, ob meine große Festplatte (größer als 4GB) korrekt installiert ist ?
  • Frage 10: Ich habe eine 40GB Festplatte eingebaut, es werden aber nur 8GB angezeigt. Woran liegt das ?
  • Frage 11: Benötige ich unbedingt OS 3.9 oder IDEfix, um Festplatten größer als 4GB zu benutzen?
  • Frage 12: Ich habe eine 40GB Festplatte gekauft, es werden aber nur 38GB angezeigt. Woran liegt das ?
  • Frage 13: Ich habe eine 160 GB-Festplatte in meinen A1200 eingebaut und OS 3.9 installiert. Jetzt bootet der Rechner nicht mehr, sondern bleibt mit schwarzem Bildschirm stehen.
  • Frage 14: Warum erkennt der A4000/A1200 mein CD-ROM-Laufwerk nicht ? Master und Slave sind richtig gesetzt, HD-Toolbox zeigt nichts an.
  • Frage 15: Was ist ein FileSystem ?
  • Frage 16: Was bedeutet "Volume X is not validated" oder "Datenträger X ist nicht gültig" ?
  • Frage 17: Ich habe einen Buddha IDE-Controller. Nach dem Einschalten erscheint ein Recoverable Alert mit der Fehlernummer 0BADCODE. Anschließend wird die Festplatte nicht mehr erkannt.
  • Frage 18: Wie bekomme ich ein CD-ROM-Laufwerk im Amiga zum laufen ?
  • Frage 19: Ich möchte meine Festplatte durch eine leise CompactFlash-Karte ersetzen. Diese arbeitet jedoch nicht mit meinem CD-Laufwerk zusammen. Ich benutze IDEfix als CD-Treiber.
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Frage 1: Ich habe eine neue Festplatte eingebaut, aber sie wird auf der Workbench nicht angezeigt. Was muß ich machen ?

Bevor die Festplatte vom AmigaOS erkannt wird, muß auf ihr eine Partitionstabelle gespeichert werden. Dies wird am besten mit einem der Programme HDToolbox oder HDInstTools durchgeführt.

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Frage 2: Ich habe eine neue Festplatte eingebaut und HDToolbox gestartet. Dort wird keine Festplatte angezeigt. Was muß ich machen ?

Daß die neue Festplatte nicht angezeigt wird, kann zwei Gründe haben:

  1. Die HDToolbox untersucht nicht den richtigen Treiber.

    Markiere das HDToolbox-Piktogramm mit der linken Maustaste und wähle "Piktogramm -> Informationen" aus dem Menü. Untersuche die Tooltypes, ob dort ein Eintrag SCSI_DEVICE_NAME vorhanden ist. Dieser setzt den Namen des Treibers. Z.B.:

    SCSI_DEVICE_NAME=scsi.device
    

    scsi.device ist der Name für den Treiber des im A600, A1200 und A4000 vorhandenen IDE-Controllers. Falls du einen anderen Controller benutzt, erfährst du den Namen deines Treibers im Handbuch des Controllers.

    Wenn der Tooltype-Eintrag in Klammern steht, ist er deaktiviert. In diesem Fall wird "scsi.device" benutzt.

  2. Wenn die HDToolbox den richtigen Treiber untersucht und trotzdem keine Festplatte findet, kann es sein, daß die Festplatte nach dem Einschalten nicht schnell genug anläuft und deshalb vom Amiga nicht erkannt wird. Mache einen Reset, wenn die Festplatte dann erkannt wird, ist dies das Problem. Man nennt es auch "slow spin-up" (langsames Hochfahren).

    Wenn dein Amiga Kickstart 3.0 oder niedrieger hat, solltest du auf Kickstart 3.1 aufrüsten, dann ist das Problem in den meisten Fällen behoben. Eine andere Lösung gibt es nicht.

    Wenn auch nach einem Reset die Festplatte nicht erkannt wird, kann es sein, daß die Festplatte bei einem Reset kurz herunterfährt und dann jedesmal wieder das Slow-Spinup-Problem auftritt. In diesem Fall kannst du die Reset-Leitung des IDE-Kabels durchschneiden, dann fährt die Festplatte nicht mehr herunter und wird nach einem Reset erkannt. Die Reset-Leitung ist die Ader, die mit Pin 1 des IDE-Controllers verbunden ist. Meist ist sie rot markiert (wenn das Kabel richtigherum eingesetzt wird).

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Frage 3: Ich habe eine zweite Festplatte als Slave eingebaut. Ich kann sie auch partitionieren, aber nach dem Reset werden die Partitionen nicht angemeldet.

Um den Startvorgang zu beschleunigen, wird auf der letzten Festplatte der Schalter "dies ist die letzte Festplatte" gespeichert. Wenn dieser Schalter gesetzt ist, sucht der Treiber nach dieser Festplatte nicht nach weiteren.

Um diesen Schalter zu löschen, selektiere in der HDToolbox die alte Festplatte. HDToolbox wird melden, daß Festplatten hinzugefügt oder entfernt wurden und fragen, ob die Änderungen gespeichert werden sollen. Bestätige das Speichern, danach sollte die zweite Festplatte funktionieren.

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Frage 4: Ich möchte in meinem Amiga 600 eine Festplatte einbauen. Kann ich da jede Festplatte nehmen ? Ich habe von meinem alten Laptop noch eine. Was brauche ich sonst noch dazu ?

Du brauchst Kickstart Version 37.350 oder besser. Mit 37.300 kannst du nur Festplatten bis 40MB benutzen, mit 37.299 kannst du nicht von Festplatte booten und ältere Kickstart-Versionen enthalten gar keine Festplattentreiber.

Die Version bekommst du heraus, indem du aus dem Workbench-Menü Version/Copyright auswählst.

Du solltest auch keine Festplatten größer als 4GB nehmen.

Nützlich wäre noch die Install-Diskette. Die ist bei manchen Amigas nicht dabei. Alternativ kannst du das Programm HDInstTool aus dem Aminet benutzen.

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Frage 5: Was ist eine Partition ?

Eine Partition ist ein Bereich auf der Festplatte, der für Datenspeicherung zur Verfügung steht. Im AmigaOS wird eine Partition wie ein Laufwerk eingebunden. Eine Festplatte kann vom Benutzer in beliebig viele Partitionen unterteilt werden.

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Frage 6: Was ist ein Rigid Disk Block (RDB / RDSK) ?

Der Rigid Disk Block ist der erste Block auf der Festplatte und enthält den Beginn der Partitionstabelle. Wenn eine Festplatte keinen RDB enthält, wird sie vom AmigaOS nicht erkannt. Der RDB kann mit Programmen wie HDToolbox oder HDInstTools angelegt oder verändert werden.

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Frage 7: Wie kann ich die Partitionstabelle anlegen/ändern ?

Zum Anlegen oder ändern der Partitionstabelle (RDB) dienen Programme wie HDToolbox oder HDInstTools.

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Frage 8: Wie groß darf eine Festplatte am Amiga sein ?

Soviel ich weiß, gibt es keine Hardwarebeschränkung für Festplatten am Amiga. Es kommt einzig und allein auf den Treiber an. Der im Kickstart-ROM des Amigas eingebaute IDE- bzw. SCSI-Treiber benutzt 32bit-Zahlen um ein Byte auf der Festplatte zu addressieren. Daraus folgt, daß damit max. 4GB angesprochen werden können. Dies bedeutet aber nicht, daß man keine größeren Festplatten anschließen kann, man kann nur nicht auf die Daten oberhalb der 4GB-Grenze zugreifen.

Für größere Festplatten gibt es Ersatztreiber, die mit 64bit-Zahlen arbeiten. Solche Treiber sind z.B. bei IDEfix97 oder bei OS3.9 enthalten. Wichtig ist, daß auch die Programme, die auf die Festplatte zugreifen, die 64bit-Zahlen benutzen. Dies ist z.B. bei Format, DiskSalv, ReOrg, PC-Task und Shapeshifter nicht gegeben !

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Frage 9: Wie kann ich prüfen, ob meine große Festplatte (größer als 4GB) korrekt installiert ist ?

Leider gibt es keine Fehlermeldung, wenn auf eine Partiton oberhalb der 4GB-Grenze zugegriffen wird, obwohl der entsprechende Treiber nicht aktiv ist. Meistens merkt man es erst, wenn es zu spät ist. Z.B. wenn durch das Formatieren einer Partition die Daten auf einer anderen Partition zerstört werden.

Um solche Fehler schon vorher auszuschließen, habe ich das Programm Check4GB geschrieben. Es überprüft alle Partitionen, ob Treiber und FileSystem sich verstehen und auf den Bereich oberhalb von 4GB zugreifen können.

Das Programm ist im Aminet erhältlich: Check4GB im Aminet suchen.

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Frage 10: Ich habe eine 40GB Festplatte eingebaut, es werden aber nur 8GB angezeigt. Woran liegt das ?

Dies kann verschiedene Gründe haben:

  1. Da bei alten PC-BIOS eine Beschränkung für die Anzahl Cylinder einer Festplatte gibt, haben manche Festplatten die Funktion, ihre Kapazität zu begrenzen. Dies kann durch einen Jumper an der Rückseite deaktiviert werden.
  2. Achte auch darauf, daß beim Installieren der Festplatte mit der HDToolbox die Größenangaben (Cylinders, Heads, Sectors) mit denen der Festplatte übereinstimmen. Die Größen sind meistens auf der Festplatte aufgedruckt.
  3. Die im Kickstart enhaltenen Treiber für die IDE-Controller der Amiga-Motherboards arbeiten noch mit der veralteten CHS-Adressierung. Dies schränkt die Größe der Festplatte auf 16383 Cylinder, 16 Heads und 63 Sectors ein, das sind etwa 7,8 GB.

    Da man aber zur Umgehung der 4GB-Grenze ohnehin neue Treiber installieren muß, sollte dieses Problem nur auftreten, wenn die neuen Treiber nicht korrekt installiert sind.

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Frage 11: Benötige ich unbedingt OS 3.9 oder IDEfix, um Festplatten größer als 4GB zu benutzen?

Nein, es gibt die benötigten Treiber auch als kostenlose Beta-Versionen, die ab Kickstart 2.0 funktionieren.

Hier ist eine Anleitung zur Installation: Große Festplatten mit Kickstart 2.0

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Frage 12: Ich habe eine 40GB Festplatte gekauft, es werden aber nur 38GB angezeigt. Woran liegt das ?

Das liegt am unterschiedlichen Verständnis von "Kilo", "Mega" und "Giga".

In der EDV wird normalerweise mit Zweierpotenzen gearbeitet, während die Industrie üblicherweise mit Zehnerpotenzen (metrischen Maßen) arbeitet.

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede:

 metrisch Zehnerpotenz nicht-metrisch Zweierpotenz 
Kilo 1.000 10^3 1.024 2^10 
Mega 1.000.000 10^6 1.048.576 2^20 
Giga 1.000.000.000 10^9 1.073.741.824 2^30 
Tera 1.000.000.000.000 10^12 1.099.511.627.776 2^30 

Festplattenhersteller geben bevorzugt die metrischen Größen an, da die Festplatte dann größer erscheint:

38 nicht-metrische Gigabyte sind 40.802.189.312 Bytes, also ca. 40,8 metrische giga-Bytes.

Um mit den Werten leichter umzugehen, reicht es, sich die 1024 als Kilo zu merken. Mega sind 1024*1024 und Giga sind 1024*1024*1024.

So sind z.B. 4 GB = 4 mal 1024 (kilo) mal 1024 (mega) mal 1024 (giga) = 4.294.967.296 Bytes.

Genauso sind 40 millionen Bytes = 40.000.000.000 durch 1024 (kilo) durch 1024 (mega) durch 1024 (giga) = 37,25 GB.

In neueren Texten werden die nicht-metrischen Größen durch ein kleines i in der Bezeichnung gekennzeichnet, also KiB, MiB, GiB usw.

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Frage 13: Ich habe eine 160 GB-Festplatte in meinen A1200 eingebaut und OS 3.9 installiert. Jetzt bootet der Rechner nicht mehr, sondern bleibt mit schwarzem Bildschirm stehen.

Der IDE-Treiber von OS 3.9 hat einen Fehler in der LBA48-Unterstützung, die bei allen Festplatten größer als 128 GB benötigt wird.

Es gibt zwei Korrekturen für diesen Fehler:

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Frage 14: Warum erkennt der A4000/A1200 mein CD-ROM-Laufwerk nicht ? Master und Slave sind richtig gesetzt, HD-Toolbox zeigt nichts an.

Der Standard IDE-Treiber (scsi.device) erkennt keine ATAPI-Geräte (CD-ROMs, CD-Brenner, ZIP-Laufwerke etc.) Du brauchst noch einen zusätzlichen ATAPI-Treiber. Z.B. das atapi.device, das bei IDEfix dabei ist, oder OS3.5/3.9.

Falls du das CD-ROM brauchst, um OS3.5/3.9 zu installieren, kannst du auch das Demo von IDEfix benutzen und hinterher wieder wegschmeißen.

www.aminet.net/search.php?query=idefix97

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Frage 15: Was ist ein FileSystem ?

Dazu muß ich etwas weiter ausholen. Das AmigaOS ist in Schichten eingeteilt. Bevor ein Anwendungsprogramm die Daten einer Datei von der Festplatte oder Diskette bekommt, müssen alle diese Schichten durchlaufen werden.

Die wichtigsten Schichten (bezogen auf Dateien) sind:

  • Device (genauer: Exec-Device, gehört zur exec.library)

    Dies ist sozusagen der Hardwaretreiber, es übernimmt auf der einen Seite die Kommunikation mit der Hardware und muß über Zylinder, Spuren (Tracks) und Sektoren (Sectors, Blocks) bescheid wissen.

    Auf der anderen Seite stellt es den verfügbaren Speicher als einen großen zusammenhängenden Datenstrom zur Verfügung. D.h. man hat z.B. 512MB Speicher, durchnumeriert von 0 bis 536.870.911. Wie dieser in Zylinder etc. aufgeteilt ist, ist im groben egal.

    Beispiel: scsi.device, trackdisk.device

  • FileSystem

    Das Dateisystem teilt den vom Device zur Verfügung gestellten Speicher in Dateien und Verzeichnisse auf. Es ist dafür zuständig, den freien Speicher zu verwalten und für Datenintegrität zu sorgen.

    Außerdem ist es dem FileSystem möglich, nur einen Teil des Device-Speichers zu benutzen (eine Partition).

    Beispiel: FastFileSystem, CrossDOSFileSystem, SFS, PFS, Fat95

  • DOSDriver (auch DOS-Device, deshalb Verwechslungsgefahr mit dem Exec-Device)

    Dies ist ein logisches Laufwerk. Es stellt nicht wirklich eine Schicht des AmigaOS dar, sondern beinhaltet im wesentlichen die Information, welches FileSystem und welches Exec-Device für dieses Laufwerk benutzt werden soll, sowie die Grenzen (falls es sich um eine Partition handelt).

    Neue DOSDriver können in Form einer Mountliste mit dem Befehl Mount angemeldet werden. Einige DOSDriver werden bereits beim Systemstart angemeldet (z.B. DF0, RAM), andere werden vom Festplatten-Controller eingebunden (aus den Partitionstabellen aller Festplatten), einige werden während des Bootvorgangs eingebunden (die Mount-Dateien im Verzeichnis Devs:DosDrivers).

    Bei der Anmeldung des DosDrivers wird das FileSystem gestartet und ihm mitgeteilt, auf welches Device es zugreifen soll und welchen Speicherbereich es davon benutzen darf.

    Beispiel: DF0, RAM, DH0

  • dos.library

    Die dos.library stellt die Programmierschnittstelle für die Anwendungsprogramme dar. Sie bietet eine einheitliche Schnittstelle für den Zugriff auf alle Arten von Laufwerken. U.a. auch auf Shell-Fenster, serielle und parallele Schnittstelle usw.

    Wenn das Anwendungsprogramm eine Datei namens DF0:Hugo öffnen möchte, sucht die dos.library in der Liste der DosDriver nach dem mit dem Namen DF0, erkennt daraus, welches FileSystem benutzt wird, und schickt diesem den Auftrag, die Datei Hugo zu öffnen. Alles weitere übernimmt das FileSystem, das Anwendungsprogramm wartet solange.

  • Das Anwendungsprogramm

    Durch die Funktionen der dos.library ist es sehr einfach, Dateien und Verzeichnisse zu verarbeiten, man muß sich keine Gedanken über deren Aufbau machen, ja er ist sogar austauschbar, ohne das Programm zu ändern.

    In den Shell-Befehlen findet man fast für jede DOS-Funktion ein entsprechendes Programm, sodaß man die Funktionen der dos.library einfach in Scripten verwenden kann.

    Beispiel: Workbench, die Shell-Befehle, jedes Programm, das Dateien verarbeitet.

Der Vorteil des Schichtenmodells ist, daß jede Schicht als Task realisiert ist und die Aufträge an die weiter unten liegenden Schichten asynchron abgearbeitet werden können. D.h. das Anwendungsprogramm muß nicht warten, bis ein Lese-Auftrag ausgeführt ist, sondern kann solange etwas anderes tun, z.B. auf Benutzereingaben reagieren.

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Frage 16: Was bedeutet "Volume X is not validated" oder "Datenträger X ist nicht gültig" ?

Das Dateisystem pflegt eine Bitmap über benutzte und freie Blöcke des Datenträgers. Immer, wenn eine Datei geöffnet wird, wird die Bitmap als üngültig gekennzeichnet und wenn die Datei geschlossen wird, wird die Bitmap mit den Änderungen aktualisiert und wieder als gültig markiert.

Nun, wenn der Computer abstürzt, während die Bitmap ungültig ist, weiß das Dateisystem beim Neustart nichts mehr über die Änderungen und muß den Datenträger validieren. Das heißt, es werden alle Dateien gelesen und die benutzten Blöcke als benutzt gekennzeichnet. Solange dieser Prozeß dauert, ist der Datenträger schreibgeschützt und alle Schreibzugriffe werden mit der Meldung "Datenträger ist nicht gültig" abgelehnt.

Zunächst muß man warten, bis die Validierung abgeschlossen ist. Wenn die Festplatte aufhört zu arbeiten, ist das Problem meistens behoben.

Unglücklicherweise kann das Validierungs-Programm nicht alle vorkommenden Fehler beseitigen. Im Falle eines Fehlschlags wird am Ende des Prozesses eine Meldung wie "Block xy doppelt belegt" o.ä. angezeigt. Der Datenträger bleibt dann ungültig.

Normalerweise muß man dann die Daten sichern, die Partition formatieren und die Daten wieder zurückspielen. Es gibt einige Programme, die defekte Partitionen reparieren können, z.B. DiskSalv und DiskMonTools. Aber wenn auf dem Datenträger wirklich wichtige Daten gespeichert sind, sollte man immer einen Backup machen, bevor man versucht, etwas zu reparieren, denn es könnten dabei Dateien verloren gehen.

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Frage 17: Ich habe einen Buddha IDE-Controller. Nach dem Einschalten erscheint ein Recoverable Alert mit der Fehlernummer 0BADCODE. Anschließend wird die Festplatte nicht mehr erkannt.

Der Guru "0BAD C0DE" deutet auf ein defektes Buddha-scsi.device hin. Im Device ist eine Checksummen-Routine, die den Treiber auf Originalität überprüft.

Spiel einfach das Flash-Update von der Support-Seite nocheinmal ein.

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Frage 18: Wie bekomme ich ein CD-ROM-Laufwerk im Amiga zum laufen ?

  1. Anschließen der Hardware

    Ich gehe mal davon aus, daß bereits ein Festplattencontroller vorhanden ist, an den das CD-ROM mit angeschlossen werden soll. Je nachdem, ob es sich um ein IDE- oder SCSI-System handelt sind folgende Punkte zu beachten:

    • IDE

      An einem Controller können zwei Geräte angeschlossen werden. Ein Gerät (meist die Festplatte) muß als Master, das andere als Slave gejumpert werden.

      Über einen 4fach-Adapter können bis zu vier Geräte angeschlossen werden. Der 4fach-Adapter bietet zwei IDE-Anschlüsse an die jeweils ein Master und ein Slave angeschlossen werden können.

    • SCSI

      An einen Controller können bis zu 7 Geräte angeschlossen werden. Jedes Gerät muß eine andere SCSI-ID bekommen. ID 0 oder 7 ist meistens für den Controller reserviert, die anderen dürfen frei verteilt werden. In manchen Fällen kann es den Bootvorgang beschleunigen, wenn die IDs fortlaufend vergeben werden, also z.B. Festplatte = 1 und CD-ROM = 2.

      Das SCSI-Kabel muß an beiden Enden terminiert werden. Dazwischen darf keine Terminierung gesetzt werden. Die Terminierung erfolgt entweder über einen Jumper an einem Gerät oder über einen separaten Terminator (im Fachhandel erhältlich).

      Da der Controller meistens intern terminiert ist, muß er an das eine Ende des Kabels angeschlossen werden. Danach kommen üblicherweise die Festplatte und dann das CD-ROM-Laufwerk. In diesem Beispiel darf die Festplatte nicht terminiert sein und das CD-ROM muß terminiert werden.

  2. Installieren der Treiber
    • Hardware-Treiber

      Falls das CD-ROM an den internen IDE-Controller angeschlossen werden soll, wird noch ein zusätzlicher ATAPI-Treiber benötigt. Dieser ist z.B. im IDEfix97-Packet enthalten oder bei AmigaOS 3.5 oder 3.9 dabei.

      Andernfalls ist der Treiber üblicherweise im ROM des Controllers enthalten. Der Name des Treibers wird für die folgende Installation benötigt. Er kann der Anleitung des Controllers entnommen werden. Beispiele für mögliche Namen: scsi.device, atapi.device, oktagon.device, 1230scsi.device etc.

    • FileSystem-Treiber

      Der FileSystem-Treiber ermöglicht es AmigaDOS das ISO9660-Format (in einigen Fällen auch MacHFS und Joliet) zu lesen. Der Treiber muß in das L-Verzeichnis der Bootpartition kopiert werden. FileSysteme für CD-ROM-Laufwerke sind z.B. CacheCDFS (bei IDEfix97 oder AmigaOS 3.5 enthalten), AmiCDFS (Aminet) oder AsimCDFS (kommerziell).

    • Mount-Datei (DosDriver)

      Um die Verbindung zwischen FileSystem und Hardware-Treiber herzustellen und AmigaDOS das Laufwerk bekanntzugeben, muß eine Mount-Datei im Verzeichnis Devs:DosDrivers angelegt werden. Die Mount-Datei ist eine Text-Datei, die einige Parameter enthält. Die wichtigsten sind:

      FileSystem = <Name des FileSystem-Treibers>

      Device = <Name des Hardware-Treibers>

      Unit = <SCSI-ID>

      Für IDE-Geräte gilt für die Unit: 0 = Master, 1 = Slave, 2 = Master am zweiten Anschluß des Vierfachadapters, 3 = Slave am zweiten Anschluß.

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Frage 19: Ich möchte meine Festplatte durch eine leise CompactFlash-Karte ersetzen. Diese arbeitet jedoch nicht mit meinem CD-Laufwerk zusammen. Ich benutze IDEfix als CD-Treiber.

IDEfix hat ein Problem mit der Identifikation von CF-Karten. Dieses Problem wird durch diesen Patch beseitigt: IDEFix_patches

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Letzte Änderung / Last Update: 2011-05-01